Schlagwort: Gedanken

Danke für alles, Zivadiliring


Es gibt diese Momente, in denen man kurz innehält, weil sich etwas verändert, das einen lange begleitet hat.

Der Podcast «Zivadiliring» hört auf – und ehrlich gesagt hat mich diese Nachricht ziemlich getroffen.

Seit der allerersten Folge war ich dabei. Es war nie einfach nur ein Podcast für mich. Es waren Stimmen, die einen durch den Alltag begleiten, Gespräche, die echt waren, manchmal chaotisch, oft lustig, aber immer mit Herz.

Ein ganz besonderer Moment bleibt für mich der Abend im Hallenstadion.

Diese Energie, dieses gemeinsame Lachen mit so vielen Menschen – und das Gefühl, Teil von etwas zu sein. Das war mehr als nur eine Live-Show. Das war Verbindung.

Umso schwerer ist es, jetzt loszulassen. Aber vielleicht gehört genau das auch dazu – dass Dinge, die gut waren, irgendwann ihren Abschluss finden.

Danke für all die Momente.

Fürs Lachen, fürs Nachdenken und einfach dafür, dass ihr da wart.

Ich wünsche euch von Herzen nur das Beste für eure neuen Wege. 🙏

Mitgefühl und Mitleid – zwei ähnliche Worte, zwei sehr unterschiedliche Energien

In unserem Alltag begegnen uns immer wieder Situationen, in denen Menschen leiden, kämpfen oder still ihre Last tragen. Oft sagen wir dann: „Ich habe Mitleid mit dir.“

Doch aus buddhistischer Sicht – und auch aus meiner eigenen Erfahrung – lohnt es sich, genauer hinzuschauen: Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Mitleid und Mitgefühl?

Diese beiden Worte klingen ähnlich, doch sie entstehen aus sehr unterschiedlichen inneren Haltungen.

Was ist Mitleid?

Mitleid bedeutet, das Leid eines anderen wahrzunehmen und sich davon berühren zu lassen. Doch oft schwingt dabei – meist unbewusst – ein Gefühl von Distanz oder sogar Überlegenheit mit:

Ich stehe hier – du stehst dort unten.

Mitleid kann sich schwer anfühlen. Es zieht uns manchmal nach unten, macht hilflos oder lässt uns innerlich erstarren. Wir sehen das Leid, aber wissen nicht, wie wir wirklich helfen können. Dadurch bleibt oft eine Trennung bestehen.

Mitleid sagt leise:

„Du leidest – und ich beobachte es.“

Was ist Mitgefühl?

Mitgefühl geht einen Schritt weiter – und gleichzeitig tiefer.

Es bedeutet nicht nur, das Leid zu erkennen, sondern dem anderen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen.

Mitgefühl sagt:

„Ich sehe dich. Ich fühle mit dir. Und du bist nicht allein.“

Mitgefühl ist warm, offen und verbunden. Es entsteht aus dem Herzen und trägt den Wunsch in sich, Leid zu lindern – sei es durch ein Gespräch, eine kleine Geste, Zuhören oder einfaches Dasein.

Ein Gedanke des Dalai Lama

Der Dalai Lama bringt den Kern von Mitgefühl sehr schön auf den Punkt:

„Wenn du willst, dass andere glücklich sind, übe Mitgefühl.

Wenn du selbst glücklich sein willst, übe Mitgefühl.“

Dieses Zitat erinnert mich immer wieder daran, dass Mitgefühl nicht nur anderen hilft – sondern auch uns selbst.

Warum Mitgefühl heilsamer ist als Mitleid

Mitleid bleibt oft im Kopf.

Mitgefühl kommt aus dem Herzen.

Mitleid sieht das Problem.

Mitgefühl sieht den Menschen.

Mitleid kann müde machen.

Mitgefühl schenkt Kraft – auf beiden Seiten.

Wenn wir mitfühlend sind, entsteht Verbindung. Und Verbindung ist eine der stärksten heilenden Kräfte, die wir kennen.

Mitgefühl im Alltag leben

Mitgefühl zeigt sich nicht nur in grossen Taten. Oft sind es die kleinen Dinge:

• Ein ehrliches Zuhören

• Ein freundlicher Blick

• Ein paar aufmunternde Worte

• Geduld statt Urteil

Jede dieser Gesten kann für jemanden den Unterschied machen.

Ein stiller Abschlussgedanke

Vielleicht können wir uns jeden Tag still fragen:

„Wie kann ich heute ein kleines bisschen mehr Mitgefühl in die Welt bringen?“

Schon dieser Gedanke verändert etwas.

5. Februar 2026

Habe gerade Mittagpause bei der Arbeit (13:25 Uhr). Verbringe mit lesen die Mittagspause📖. Aktuell lese ich dieses Buch. Das Wetter aktuell ist richtig Frühlingshaft: 8 Grad🌞.
Zudem finde ich es sehr traurig was in einer Salt Verkaufsstelle mit Rentner:innen gemacht worden ist. Sowas geht nicht! Link

Ich wünsche euch allen ein super Nachmittag und Abend👍

🌸One Day / Hörsaal Slam“ – Warum dieser Slam heute genauso spricht wie damals

Es fällt mir auf, wie stark manche Texte zeitlos bleiben. Dieses Video von Julia Engelmann, „One Day / Hörsaal Slam“, ist eines davon. Ich habe es vor etwa 11 Jahren gesehen – und jetzt wieder. Es berührt mich noch immer auf die gleiche Weise.

Damals – jung, neugierig, mit vielen Träumen und Fragen. Jetzt – mit mehr Erfahrung, mehr Alltag, mehr Verantwortung.

🔍 Worüber spricht der Text?

  • Er erinnert daran, dass wir nicht in der Zukunft leben sollten – sondern jetzt.
  • Dass wir nicht auf den perfekten Moment warten dürfen, sondern lernen müssen, heute zu machen, was uns wichtig ist.
  • Er spricht von Vergänglichkeit, von Erinnerungen, die wir einmal haben werden – aber auch davon, was wir in unserem Leben aktiv gestalten wollen.
  • Er fordert uns heraus: „Eines Tages wirst du alt sein … und denken an all die Geschichten, die du hättest erzählen können.“ Nicht als Schuld, sondern als sanfter Weckruf.

🌱 Warum er für mich heute noch wichtig ist

 

Es passiert leicht, dass ich mich in Plänen oder in „Was will ich noch alles erreichen?“ verliere.

  • Ich denke an Projekte, die ich noch starten möchte.

  • Ich denke an die kleine Stimme, die sagt: „Warte nicht, bis alles passt.“

  • Ich spüre: Es ist genau jetzt Zeit, auch die kleinen Träume zu leben.

Dieser Slam erinnert mich daran, wie wichtig es ist, nicht nur zu träumen – sondern zu handeln. Nicht nur zu hoffen – sondern zu beginnen.

✨ Persönliche Verbindung

Ganz aktuell bekommt der Text für mich noch eine besondere Note: Julia Engelmann wird in diesem Jahr an der Frankfurter Buchmesse vertreten sein. Meine Eltern haben mir vor kurzem ihr Buch gezeigt – ein kleiner, schöner Moment, der für mich diese Verbindung noch lebendiger macht.

Es ist, als würde sich der Kreis schliessen: von damals, als ich den Slam zum ersten Mal gesehen habe, bis heute, wo ihre Worte immer noch begleiten und inspirieren.

💡 Was wir daraus mitnehmen können

  1. Beginne mit kleinen Schritten. Du musst nicht gross und laut sein. Ein kleines Projekt, ein Gespräch, ein Versuch.
  2. Sei echt – auch wenn es unsicher ist. Manchmal wissen wir nicht, worauf es hinauslaufen wird. Aber Ehrlichkeit hat Kraft.
  3. Erinnerung als Geschenk. Nicht, um Druck zu machen – sondern um zu sehen, was dir wichtig ist, was dein Herz möchte.

 

Wiedergeburt und Non-Binarität – ein achtsamer Gedankengang aus buddhistischer Sicht

Es gibt Momente im Leben, da berühren sich äussere Themen und innere Wege ganz sanft. So ist es mir kürzlich ergangen, als ich über das Thema Non-Binarität nachgedacht habe – ein Begriff, der in unserer heutigen Zeit oft auftaucht. Und dabei kam mir eine Frage: Könnte das vielleicht auch in Verbindung mit dem buddhistischen Verständnis von Wiedergeburt stehen?

🔄 Alles ist im Wandel – auch Identität

Im Buddhismus lernen wir, dass nichts dauerhaft ist. Weder unser Körper noch unsere Gedanken, weder unsere Gefühle noch das, was wir „Ich“ nennen. Was wir als Selbst empfinden, ist in Wirklichkeit ein fliessender Prozess, zusammengesetzt aus verschiedenen Elementen – den sogenannten fünf Skandhas.

Wenn also alles im Wandel ist, warum sollte auch unsere Geschlechtsidentität nicht Teil dieses natürlichen Flusses sein? Vielleicht ist sie kein starres Konstrukt, sondern ein Ausdruck unseres jetzigen Lebensmoments, unserer Geschichte – ja, vielleicht sogar unserer früheren Leben.

🧬 Wiedergeburt – ein Bewusstsein auf Reise

Im tibetischen Buddhismus glaubt man, dass sich das Bewusstsein nach dem Tod weiterentwickelt – von einem Leben ins nächste. Man wird vielleicht als Frau wiedergeboren, dann als Mann, dann vielleicht als Tier oder in einer feinstofflichen Ebene. Jede Inkarnation bringt neue Erfahrungen, neues Karma, neue Prägungen.

Was aber, wenn dieses Bewusstsein viele unterschiedliche Geschlechtererfahrungen mit sich trägt? Was, wenn jemand in einem neuen Körper geboren wird – und sich innerlich nicht eindeutig als Mann oder Frau fühlt?

Vielleicht liegt genau hier ein möglicher Zusammenhang:

Non-Binarität könnte ein Ausdruck davon sein, dass ein Bewusstsein nicht mehr in die klassischen Kategorien passen möchte – oder kann.

🌟 Jeder Mensch trägt eine Geschichte in sich

Wenn ich heute Menschen begegne, die sich als non-binär, trans oder queer bezeichnen, dann spüre ich nicht Trennung – sondern Verbindung.

Denn jeder Mensch trägt eine tiefe Geschichte in sich, oft auch viel Leid, Mut und Selbstannahme.

Im Buddhismus geht es darum, Leiden zu überwinden – und Mitgefühl für alle Wesen zu entwickeln. Und deshalb ist es für mich ganz selbstverständlich, dass jeder Mensch genau so angenommen werden soll, wie er oder sie oder sie ist*.

💬 Worte des Dalai Lama

Der Dalai Lama sagte einst:

„Alle Menschen – gleich welcher Orientierung – wollen glücklich sein und kein Leid erfahren. Das ist das, was zählt.“

Nicht das Geschlecht, nicht das Äussere macht einen Menschen aus – sondern das Herz, das Mitgefühl und die Achtsamkeit.

🕊️ Fazit – Ein stiller Gedanke

Vielleicht ist Non-Binarität nicht nur ein gesellschaftliches Thema, sondern auch ein spirituelles Zeichen unserer Zeit.

Ein Zeichen dafür, dass das Bewusstsein alte Grenzen hinter sich lässt.

Und dass wir als Gesellschaft – und als spirituelle Wesen – lernen dürfen, offener zu denken, achtsamer zu fühlen und tiefer zu verstehen.