Schlagwort: Social Media

Blogger:in oder Influencer:in? Wo liegt eigentlich der Unterschied?

Immer wieder werde ich gefragt, ob ich ein Influencer sei. Meine Antwort lautet meistens: Nein, ich sehe mich als Blogger.

Das bedeutet aber nicht, dass das eine besser oder schlechter ist als das andere. Beide haben ihre Berechtigung und bereichern das Internet auf ihre eigene Weise. Trotzdem gibt es Unterschiede, die vielen gar nicht bewusst sind.

Ich selbst blogge seit 2011. Damals standen vor allem persönliche Geschichten, Gedanken und Erfahrungen im Mittelpunkt. Man schrieb einen Beitrag, veröffentlichte Fotos und freute sich über Kommentare oder den Austausch mit anderen Blogger:innen.

Auch heute ist das für mich noch der Kern meines Blogs.

Ein Blog ist für mich ein Ort, an dem Geschichten entstehen dürfen. Manche Beiträge handeln von meinen Reisen, andere von Büchern, Musik, besonderen Begegnungen oder Gedanken über Achtsamkeit. Oft schreibe ich einfach über Dinge, die mich bewegen.

Influencer:innen arbeiten häufig anders. Sie nutzen vor allem soziale Netzwerke wie Instagram, TikTok oder YouTube und erreichen ihre Community oft über kurze Videos oder Beiträge. Viele arbeiten mit Unternehmen zusammen und stellen Produkte oder Dienstleistungen vor. Das ist ein spannendes Berufsfeld, das viel Kreativität und Engagement verlangt.

Ein Blog dagegen wirkt oft etwas ruhiger. Beiträge bleiben über Jahre erhalten und können auch später noch gelesen werden. Viele Leser:innen suchen gezielt nach bestimmten Themen und entdecken ältere Artikel wieder neu.

Ich persönlich mag genau das.

Ein Blog wächst mit der Zeit. Er erzählt nicht nur einzelne Geschichten, sondern dokumentiert auch den eigenen Weg.

Wenn ich heute Beiträge aus meinen ersten Bloggerjahren lese, sehe ich, wie sich meine Interessen verändert haben. Manche Themen begleiten mich bis heute – andere erinnern mich an einen bestimmten Lebensabschnitt. Genau das macht einen Blog für mich so besonders.

Natürlich nutze auch ich soziale Medien. Dort teile ich Fotos oder gebe einen Einblick in meinen Alltag. Doch mein Zuhause im Internet bleibt seit vielen Jahren marc-bloggt.ch.

Hier finden Gedanken ihren Platz.

Hier dürfen Geschichten etwas länger sein.

Und hier kann ich genau so schreiben, wie ich bin.

Vielleicht ist genau das der grösste Unterschied.

Ein Influencer teilt oft den Moment.

Ein Blogger erzählt die Geschichte dahinter.

Und ich freue mich, dass ich diesen Weg seit 2011 gehen darf.

Mein persönlicher Gedanke

Ob Blogger:in oder Influencer:in – am Ende zählt für mich vor allem eines: authentisch zu bleiben. Denn hinter jedem Beitrag, jedem Foto und jedem Video steht ein Mensch mit seiner ganz eigenen Geschichte.

Michael Buchinger – Bella Barks’ letztes Like – Ein Krimi zwischen Likes, Wahrheit und Scheinwelt

 

Michi Buchinger kenne ich schon länger aus seinem Podcast und von YouTube. Ich mag seinen Humor, seine direkte Art und seine Beobachtungen über den Alltag und die Gesellschaft. Gleichzeitig schreibt er auch tolle Bücher, weshalb ich neugierig auf seinen Kriminalroman „Bella Barks’ letztes Like“ geworden bin.

Im Mittelpunkt steht Leo, ein ehemaliger YouTube-Star, dessen erfolgreichste Zeit bereits hinter ihm liegt. Als er zu einem exklusiven Influencer-Event eingeladen wird, ahnt er noch nicht, dass aus einer glamourösen Veranstaltung plötzlich ein Kriminalfall wird. Die bekannte Influencerin Bella Barks stirbt unter mysteriösen Umständen – und Leo gerät unerwartet mitten in die Ermittlungen.

Was das Buch besonders macht, ist nicht nur der Kriminalfall. Michi Buchinger wirft auch einen humorvollen und kritischen Blick hinter die scheinbar perfekte Welt von Social Media. Zwischen Likes, Followerzahlen und sorgfältig inszenierten Bildern wird deutlich, dass hinter dem Bildschirm oft eine ganz andere Wirklichkeit steckt.

Der lockere Schreibstil, die humorvollen Dialoge und die Verbindung von Spannung und Satire machen das Buch zu einer unterhaltsamen Lektüre. Gleichzeitig regt die Geschichte zum Nachdenken an: Wie viel von dem, was wir online sehen, ist wirklich echt? Und wie weit gehen Menschen für Aufmerksamkeit und Anerkennung?

Ich finde es schön, Michi Buchinger nicht nur im Podcast oder auf YouTube zu erleben, sondern auch als Autor. Seine besondere Art, Humor mit ernsteren Beobachtungen zu verbinden, findet sich auch in seinen Büchern wieder.

Wer humorvolle Kriminalromane mit Zeitgeist und einem kritischen Blick auf die Social-Media-Welt mag, sollte „Bella Barks’ letztes Like“ auf jeden Fall näher anschauen.

Social Media – Kontakt oder Klicks?

Ich erinnere mich noch, wie Social Media einmal gedacht war:

Ein Ort, um mit Freund:innen in Kontakt zu bleiben.

Ein Platz für Austausch, für echte Verbindung – egal, wie weit man voneinander entfernt ist.

Doch heute fühlt es sich oft anders an.

Viele jagen nach Likes, Klicks, Followerzahlen.

Es geht um Reichweite, Algorithmen, Trends.

Und irgendwo dazwischen – verlieren wir uns selbst.

Und manchmal auch: den echten Kontakt.

Weniger ist manchmal mehr

Ich selbst habe nicht viele Follower:innen. Und das ist gut so.

Denn was bringt mir eine grosse Zahl, wenn ich niemanden davon wirklich kenne?

Ich freue mich über die, die da sind. Die echten Menschen hinter den Profilen.

Die, mit denen ich auch mal lachen oder etwas Persönliches teilen kann.

Ich glaube, das ist es, worauf es ankommt:

Beziehung statt Bewertung.

Nähe statt Zahlen.

Ehrlichkeit statt Perfektion.

Zeit ist wertvoll – auch online

Manchmal merke ich, wie ich auf Social Media länger hängen bleibe, als mir guttut.

Ein kurzer Blick wird zu zwanzig Minuten. Und plötzlich bin ich nicht mehr bei mir – sondern in einem Strom aus Reizen, Vergleichen und Oberflächlichem.

Auch hier darf Achtsamkeit beginnen:

Wie viel Zeit verbringe ich online?

Was tut mir gut?

Was nährt mich – und was lenkt mich nur ab?

Es geht nicht darum, Social Media schlecht zu machen.

Sondern darum, es bewusst zu nutzen.

Mit Gefühl. Mit Mass. Mit Herz.

Zurück zum Miteinander

Für mich ist Social Media dann wertvoll, wenn es verbindet.

Wenn es nicht laut sein muss, sondern echt.

Wenn es weniger um gesehen werden geht – und mehr ums sehen.

Den Menschen. Den Moment.

Und das, was uns wirklich wichtig ist.

📵 Handy beiseitelegen – und wieder in sich selbst lauschen

 

Es gibt Tage, da merke ich kaum, wie oft ich zum Handy greife.

Eine Nachricht hier, ein Bild dort, ein kurzer Blick auf die Uhr – der aber doch wieder in den Strudel neuer Informationen führt.

Früher dachte ich: „Nur noch schnell…“

Aber jedes Mal, wenn ich mich ablenken liess, entfernte ich mich ein kleines Stück mehr – nicht von der Welt, sondern von mir selbst.

Heute übe ich etwas anderes:

Ich lege das Handy bewusst beiseite.

Nicht aus Pflichtgefühl. Sondern als Geschenk an mich selbst.

Ich spüre dann wieder den Moment.

Wie sich mein Atem anfühlt. Wie leise der Wind draussen ist.

Wie Gedanken kommen – und langsam zur Ruhe finden, wenn ich ihnen Raum gebe, ohne sie gleich zu unterbrechen.

In dieser Stille beginne ich, mich selbst wieder zu hören:

Meine Wünsche. Meine Müdigkeit. Meine Dankbarkeit.

All das, was im Lärm oft verloren geht.

🌿 Kleine Einladung:

Lege heute Abend dein Handy für eine halbe Stunde weg.

Setze dich ans Fenster.

Atme.

Lausche.

Vielleicht wirst du etwas sehr Wertvolles entdecken:

Die Stimme deines eigenen Herzens❤️