Heute in meiner Mittagspause sass ich da und hörte Musik auf meinem iPod classic. WÀhrenddessen kam mir plötzlich der Gedanke, wie angenehm diese Art des Musikhörens eigentlich ist.
Der iPod konnte in diesem Moment genau das, wofĂŒr ich ihn brauchte: meine Musik abspielen.
Keine Nachrichten erschienen plötzlich auf dem Bildschirm. Keine E-Mails, kein Instagram, keine Push-Mitteilungen und auch kein Drang, nebenbei noch schnell etwas im Internet nachzuschauen.
Ich war einfach offline und hörte Musik.
Und genau darin lag fĂŒr mich etwas Besonderes.
NatĂŒrlich höre auch ich Musik ĂŒber moderne Streamingdienste. Sie sind praktisch, bieten eine riesige Auswahl und ermöglichen es, immer wieder neue Musik zu entdecken. Ich möchte deshalb das eine gar nicht gegen das andere ausspielen.
Aber heute mit meinem iPod classic fĂŒhlte es sich anders an.
Ich entschied mich bewusst fĂŒr meine Musik und hörte einfach zu. FĂŒr ein paar Minuten musste ich nirgendwo online sein und konnte meine Mittagspause genieĂen.
Im Nachhinein dachte ich: Eigentlich war das eine kleine Form von Achtsamkeit.
Wir machen heute vieles gleichzeitig. Musik lÀuft, wÀhrend wir Nachrichten beantworten, durch soziale Medien scrollen oder nebenbei etwas anderes erledigen. Dabei wird sie manchmal fast nur noch zur Hintergrundkulisse.
Heute merkte ich wieder, wie schön es sein kann, einfach nur zuzuhören.
Ein Lied bewusst wahrzunehmen. Auf die Stimme zu achten, auf die Instrumente, die Melodie und vielleicht auf kleine Details, die man sonst ĂŒberhört.
Vielleicht ist es genau das, was ich an meinem iPod classic so mag: Er erinnert mich daran, dass ein Musikplayer einfach ein Musikplayer sein darf.
Kein Internet. Keine Ablenkung. Keine Benachrichtigungen.
Heute Mittag waren es einfach meine Musik und ein paar ruhige Minuten fĂŒr mich. đ¶
Jetzt, am Abend, denke ich gerne an diesen kleinen Moment zurĂŒck. Manchmal sind es gerade solche unscheinbaren Pausen im Alltag, die besonders guttun.
Manchmal braucht es gar nicht mehr. đżđ§




