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Manny Marc öffnet das Archiv: „Fatzke FM“

Für Fans von Manny Marc gibt es etwas Neues zu entdecken: „Fatzke FM“ ist da – und für mich ist das Album eine richtig schöne Überraschung.

Besonders spannend finde ich die Idee hinter dem Projekt: Auf „Fatzke FM“ bekommen wir Tracks zu hören, die über einen Zeitraum von rund 20 Jahren entstanden und bisher unveröffentlicht geblieben sind. Damit fühlt sich das Album ein wenig wie eine musikalische Zeitreise durch verschiedene Phasen von Manny Marc an.

Manny Marc gehört schliesslich schon lange zur deutschen Rap- und Partyszene. Bereits Ende der 1990er-Jahre gründete er gemeinsam mit Frauenarzt das Label Bassboxxx. Später wurden die beiden als Die Atzen einem deutlich grösseren Publikum bekannt.

Ich habe „Fatzke FM“ inzwischen gehört und muss sagen: Mir gefällt das Album richtig gut. Gerade der Gedanke, Songs zu hören, die teilweise schon viele Jahre irgendwo im Archiv lagen und nun doch noch ihren Weg zu uns gefunden haben, macht die Veröffentlichung für mich besonders.

Wer Manny Marc und seinen Sound mag oder einfach neugierig ist, was sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten in seinem musikalischen Archiv angesammelt hat, sollte definitiv einmal reinhören. 🎧

Für mich ist „Fatzke FM“ jedenfalls eine tolle Idee: Alte, bisher unveröffentlichte Musik bekommt nach vielen Jahren doch noch ihren Platz – und wir dürfen ein bisschen in Manny Marcs musikalischem Archiv stöbern. Bass für die Atzen 💯

Sido ist zurück: „ISSA“ – ein Song über das Ankommen bei sich selbst

Es gibt neue Musik von Sido – und diesmal hat mich nicht nur der Song, sondern auch das dazugehörige Musikvideo direkt angesprochen.

Mit „ISSA“ veröffentlicht Sido am 21. August 2026 einen neuen Song und gibt gleichzeitig einen ersten Einblick in das nächste Kapitel seiner Karriere. Und ich kann für mich schon sagen: Mir gefallen sowohl der Song als auch das Video richtig gut.

Sido blickt auf sich selbst

Was mir an „ISSA“ besonders gefällt, ist die Stimmung des Songs. Sido blickt auf sein Leben und darauf, wo er heute angekommen ist.

Es geht um Vergangenheit und Gegenwart, Erfolg, Familie und darum, mit sich selbst im Reinen zu sein. Dabei wirkt der Song auf mich nicht so, als müsste Sido noch irgendjemandem etwas beweisen. Vielmehr vermittelt er das Gefühl: Das bin ich. Das war mein Weg. Und hier bin ich heute.

Gerade diese reflektierte Seite von Sido gefällt mir.

Er hat in seiner langen Karriere schon viele unterschiedliche Seiten gezeigt. Vom provozierenden Rapper mit Totenkopfmaske über grosse Hits wie „Bilder im Kopf“ oder „Astronaut“ bis hin zu sehr persönlichen Liedern. Auch sein letztes Soloalbum „PAUL“ aus dem Jahr 2022 beschäftigte sich sehr offen mit schwierigen Phasen seines Lebens.

„ISSA“ fühlt sich für mich nun ein Stück weit wie ein Weitergehen an.

Nicht alles vergessen, was einmal war – sondern die Vergangenheit als Teil des eigenen Weges akzeptieren.

Eine neue Maske – aber diesmal durchsichtig

Auch optisch beginnt mit „ISSA“ offenbar ein neues Kapitel.

Sido trägt im Musikvideo wieder eine Variante seiner berühmten Totenkopfmaske. Dieses Mal ist sie allerdings transparent beziehungsweise milchig-durchsichtig. Laut Informationen zur Veröffentlichung soll sie für Offenheit stehen: Statt sich hinter der Maske zu verstecken, lässt Sido die Menschen stärker an seinem Inneren teilhaben.

Ich finde diese Idee ziemlich gelungen.

Die Maske gehört seit den Anfängen zu Sido. Sie jetzt nicht einfach wegzulassen, sondern sie durchsichtig zu machen, passt für mich sehr gut zu einem Künstler, der älter geworden ist und heute anders auf sein Leben blickt.

Die Maske ist noch da – aber man kann hindurchsehen.

Gemeinsam mit seinen Fans in Berlin gedreht

Eine schöne Geschichte gibt es auch hinter dem Musikvideo.

Anfang August rief Sido kurzfristig über Instagram und seinen WhatsApp-Kanal Fans dazu auf, bei einem neuen Musikvideo mitzuwirken. Bereits einen Tag später wurde an einem Späti in Berlin-Friedrichshain gedreht. Zahlreiche Fans kamen vorbei und wurden Teil des Videos. Sido performte dabei unter anderem auf einem Auto.

Das gefällt mir besonders.

Anstatt für das Video nur auf eine grosse, perfekt inszenierte Produktion zu setzen, holt er Menschen dazu, die seine Musik teilweise wahrscheinlich schon viele Jahre begleiten.

Vielleicht ist es auch genau das, was das Video für mich so sympathisch macht.

„FRIEDEN“ kommt im November

„ISSA“ ist gleichzeitig der Startschuss für Sidos kommendes Album.

Das neue Werk trägt den Titel „FRIEDEN“ und soll am 27. November 2026 erscheinen. Es wird Sidos zehntes Soloalbum. Anders als „PAUL“ soll es keine durchgehende Geschichte erzählen. Stattdessen sollen unterschiedliche Themen wie Familie, Erfolg und Selbstakzeptanz eine Rolle spielen. Produziert wird das Album erneut gemeinsam mit Yanek Stärk, der bereits an „PAUL“ beteiligt war.

Der Albumtitel „FRIEDEN“ macht mich nach „ISSA“ auf jeden Fall neugierig.

Denn Frieden muss nicht immer nur Frieden zwischen Ländern oder Menschen bedeuten. Es kann auch darum gehen, Frieden mit der eigenen Vergangenheit und mit sich selbst zu finden.

Und genau dieses Gefühl nehme ich persönlich ein wenig aus „ISSA“ mit.

Mein Fazit

Ich mag den neuen Song wirklich sehr. 🎶

Der Beat, Sidos Art zu rappen und die Botschaft passen für mich zusammen. Noch besser wird das Ganze durch das Musikvideo und die Idee mit der transparenten Maske.

Für mich zeigt „ISSA“ einen Sido, der nicht versucht, wieder der junge Rapper von früher zu sein. Er steht zu seinem bisherigen Weg und zeigt gleichzeitig, dass Entwicklung auch nach vielen Jahren noch möglich ist.

Vielleicht ist genau das eine der Botschaften, die ich aus dem Lied mitnehme:

Wir können unsere Vergangenheit nicht ändern. Aber wir können entscheiden, wie wir heute mit ihr umgehen und welchen Weg wir von hier aus weitergehen. 🌸

Nach „ISSA“ bin ich jedenfalls sehr gespannt darauf, was uns Sido mit „FRIEDEN“ im November noch zeigen wird.

Interview in der Villa, von Rap-G

Über Rap-G habe ich schon öfter geschrieben. Er ist ein toller Rapper und toller Mensch. Murat, wie Rap-G bürgerlich heisst wohnt in Berlin. Er lernte durch Hip Hop sehr viele Menschen kennen und hat auch viele Geschichten und Anekdoten erlebt. In seinem neusten Projekt: Interview in der Villa interviewt Rap-G Freunde und Bekannte. In seiner ersten Folge gibt es ein Interview mit TikTok Star Serdar Lunatix.

Abonniert gerne den YouTube Channel Handicap Music von Rap-G.

Kameramann bei Interview in der Villa: Mesolamedia